NEWS | AUCTIONS | SERVICE | ABOUT US 

 AUCTIONS

  Information

  Explanations

  Terms and Conditions

  Newsletter


  AFTER SALES / RESULTS

  DWA Live Auction 29


  CUSTOMER AREA

  Login

  Free registration


  PREVIOUS AUCTIONS

  DWA Live Auction 28

  DWA Live Auction 27

  DWA Live Auction 26

  DWA Live Auction 25

  DWA Live Auction 24

  DWA Live Auction 23

  DWA Live Auction 22

  DWA Live Auction 21

  Extra Live Auction 2017

  DWA Live Auction 20

  DWA Live Auction 19

  DWA Live Auction 18

  DWA Live Auction 17

  DWA Extra Live Auction

  DWA Live Auction 16

  DWA Live Auction 15

  DWA Live Auction 14

  DWA Live Auction 13

  DWA Live Auction 12

  DWA Live Auction 11

  DWA Live Auction 10

  DWA Live Auction 9

  DWA Live Auction 8


  LIVE BIDDING

  Explanations


Lot details  

Here you find the details to this lot.
You have more options if you are registered.




 Previous lotBackNext lot 
Lot:118 (Deutschland)
Title:Carl Lindström AG
Details:Aktie 1.000 Mark Aug. 1910 (Auflage 750, R 10).
Starting
price:
200,00 EUR
Issuing-
date:
01.08.1910
Issuing-
place:
Berlin
Picture:Carl Lindström AG
Number:1866
Info:Carl Elöf Lindström (geboren am 26.6.1869 im schwedischen Södertälje, gestorben am 29.12.1932 in Berlin) schuf in Deutschland einen der ersten international operierenden und den zeitweise größten Schallplatten-Konzern in ganz Europa. Er verließ seine Heimat 1892 zunächst Richtung Stettin und gründete dann 1897 in Berlin eine mechanische Werkstätte, die bald vornehmlich Phonographen herstellte, ferner Diktiergeräte der Marke Parlograph. Den ersten Apparat zur Wiedergabe von Schallplatten nach dem Prinzip des Grammophons von Emil Berliner brachte Lindström unter dem Namen Lynophone heraus. Der Betrieb expandierte rasend schnell, 1904 nahm Lindström die bereits in der Branche als weniger erfolgreiche Wettbewerber tätigen Bankiers Max Straus und Heinrich Zuntz als Kapitalgeber auf und gründete die Carl Lindström GmbH. Nicht ganz freiwillig, denn die Bankiers hatten Lindström in der Hand, weil er sich zuvor bei einem Großauftrag für Salon-Kinematographen verkalkuliert hatte. 1905 brachte die Firma den “Record-Plattenapparat” heraus, weswegen Carl Lindström als Erfinder des Grammophons mit beweglichem Tonarm und fest montiertem Trichter gilt. 1908 erfolgte die Umwandlung in eine AG. 1911 Erwerb der International Talking Machine Company mit der Plattenmarke Odeon, einem der bekanntesten Labels der Vorkriegs-Schellack-Zeit. Dazu kamen die Labels Jumbo, Jumbola, Fonotipia, Beka, Lyraphon, Dakapo und Favorit durch Übernahme der Dr. Grünbaum & Thomas AG, Berlin (1913), der Favorite-Record AG, Hannover (1915) und der Beka-Rekord AG, Berlin (1917). Fabriken bestanden in Berlin SO 33 (Schlesische Str. 26/27), Neukölln (Heidelberger Str. 75/76), Weissensee (Lehder Str. 20/25), die große Schallplattenfabrik war in Treptow (Bouchéstr. 35/36). Bis zu 3.000 Mitarbeiter waren beim “Schallplattenkönig” beschäftigt. Hergestellt wurden Phonographen, Sprechmaschinen, Schallplatten, Rechenmaschinen und Kinematographen. Zweigwerke befanden sich in Clichy bei Paris und Hartford bei London, die aber ebenso wie die Agenturen in vielen europäischen Hauptstädten, in Rußland, Südamerika, den USA und Kanada als Folge des 1. Weltkrieges verloren gingen. 1917 war Lindström einer der Mitbegründer der UFA. 1921 schied Carl Lindström als technischer Direktor aus der Firma aus, während sein Kompagnon der ersten Stunde, Max Straus, kaufmännischer Vorstand blieb (und als Jude erst 1931 in den Aufsichtsrat überwechseln musste, bevor er 1936 nach England emigrierte). Im Aufsichtsrat der bis 1935 (danach Einsetzung eines Treuhänders für das Feindvermögen) in Berlin börsennotierten AG saßen nun auch der spätere Reichsfinanzminister und Reichsbankpräsident Dr. Hjalmar Schacht sowie der Vorstandssprecher der Deutschen Bank Emil Georg von Stauss. 1925 Abschluß eines Interessenvertrages mit der Columbia Graphophone Comp. in London, die 1926 auch die Aktienmehrheit der in Berlin börsennotierten AG übernahm. Die Tagesleistung der Fabrik an der Schlesischen Strasse betrug nun 150.000 Schallplatten und 1.000 Sprechmaschinen. Columbia ging 1931 im EMI-Konzern auf. Die Weltwirtschaftskrise brachte Lindström an den Rand des Ruins, das Unternehmen musste saniert werden, die Fabrik in Treptow wurde ebenso verkauft wie grosse Teile des Titelbestandes. 1936 Ausgründung der Sprechmaschinenfabrikation in die neugegründete 100 % Tochter Brandenburgische Metallverarbeitungs-GmbH, auch Radiogeräte wurden seit 1930 hergestellt. Im Dritten Reich stand die Gesellschaft wegen des britischen Großaktionärs unter Feindvermögensverwaltung, hinterher übernahmen die Alliierten die Kontrolle. Trotz starker Kriegsschäden konnte die im amerikanischen Sektor liegende Fabrik schon wenige Monate nach Kriegsende die Produktion von Schallplatten und Plattenspielern wieder aufnehmen. 1949 Gründung einer Zweigniederlassung in Nürnberg. 1951 Umwandlung in eine GmbH, 1953 Sitzverlegung nach Köln-Braunsfeld. Den Markennamen Lindström benutzte der EMI-Konzern weiter bis 1972, als die CarlLindström GmbH und die Electrola GmbH zur EMI Electrola GmbH verschmolzen wurden.
Specials:Die bedeutendste Firma in der deutschen Unterhaltungs-Industrie der Vorkriegszeit! Hübscher G&D-Druck, in der Umrandung kleine Vignette mit einem Grammophon.
Availability:Die nach der Inflation 1924 zunächst auf 200 RM und einer Sanierung mit Kapitalherabsetzung 1934 auf 20 RM herabgesetzten Mark-Aktien wurden 1941 in neu gedruckte Stücke zu 100 RM und 1.000 RM umgetauscht, kriegsbedingt konnte die Aktion scheinbar aber nicht vollständig abgeschlossen werden. Hinterklebung am Mittelfalz. Rückseitig Tintenfleck. (R 10)
Condition:VF
Sold:unsold
 Previous lotBackNext lot 

All bonds and shares images are taken from our database. That is why it can
happen that we have taken the image from our archive. The number of each
piece to be sold of during the auction can vary from the picture.

 

Share Spotlight:
Portland-Zementwerke Heidelberg AG
Portland-Zementwerke Heidelberg AG
Show Share
Show Auction

Next auctions:
April, 2 2020:
30. Live Auction of Deutsche Wertpapierauktionen GmbH
May, 30 2020:
117. Auction Freunde Historischer Wertpapiere
June, 27 2020:
26th General meeting AG für Historische Wertpapiere
August, 6 2020:
31. Live Auction of Deutsche Wertpapierauktionen GmbH
October, 3 2020:
118. Auction Freunde Historischer Wertpapiere

Latest News:
January, 10 2020:
29th DWA LIVE Auction – results are online now
January, 2 2020:
29th DWA LIVE auction // Only 1 week left to auction day!
September, 26 2019:
28th DWA Live-Auction is online right now!
August, 5 2019:
27th DWA LIVE Auction – results are online now
July, 29 2019:
27th DWA LIVE auction // Only 4 days left to auction day!

© 2020 Deutsche Wertpapierauktionen GmbH - All rights reserved - Imprint | Data protection - T: +49 (0)5331 / 9755 21 - F: +49 (0)5331 / 9755 55 - E: info@deutsche-wertpapierauktionen.de