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Losnr.:893 (Österreich)
Titel:Austrian Government Credit Anstalt Bonds 1936
Auflistung:Unverzinslicher Bond 100 £ 1.3.1936 (Auflage 2085, R 2).
Ausruf:20,00 EUR
Ausgabe-
datum:
01.03.1936
Ausgabe-
ort:
Wien
Abbildung:Austrian Government Credit Anstalt Bonds 1936
Stücknr.:1233
Info:Die „Österreichische Credit-Anstalt für Handel und Gewerbe“ war bereits 1855 nach dem Vorbild des Crédit Mobilier gegründet worden. Initiatoren waren der Finanzminister Karl Ludwig Freiherr von Bruck und der Wiener Zweig des Hauses Rothschild. Von Anfang an war die Credit-Anstalt die führende Bank Österreichs. Durch das Auseinanderbrechen der Donaumonarchie als Folge des 1. Weltkrieges verlor sie die Mehrzahl ihrer Filialen in den Nachfolgestaaten und etliche wertvolle Beteiligungen. Während der Hyperinflation erwarb die Credit-Anstalt große Aktienbestände praktisch aller österreichischen Industrieunternehmen, was sich danach als große Last erwies. Zudem wurde trotz der Nationalisierungsbestrebungen der Nachfolgestaaten der Donaumonarchie versucht, im Zuge der „Donauraum-Strategie“ den Einfluss in Ostmitteleuropa mittels Kapitalbeteiligungen zu erhalten. Bestandteil dieser von der Regierung ausdrücklich geförderten Strategie war auch die Übernahme aller großen Wiener Konkurrenzbanken, soweit sie nicht in ausländischem Besitz waren. Geschwächt durch die Weltwirtschaftskrise überforderte dies alles die Kräfte der Credit-Anstalt: Im Mai 1931 stand sie vor dem Zusammenbruch. Durch Übernahme der Aktienmehrheit (finanziert durch Aufnahme von Krediten im Ausland) rettete die Österreichische Bundesregierung die Bank und fusionierte sie 1934 mit dem Wiener Bankverein. 1936 wurde in London ein endgültiges Abkommen mit den Gläubigern geschlossen, als dessen Ergebnis die Bank ihr Auslandsgeschäft an die Gläubiger abtreten musste. Gleichzeitig wurden die Gläubiger von der österreichischen Regierung entschädigt durch Ausgabe unverzinslicher, bis 1956 ratierlich zu tilgender Bonds in Höhe von 579.500 L sterling, 2.046.500 US-$, 1.109.500 holländische Gulden, 10.642.000 Französische Francs, 2.320.500 Schweizer Franken, 168.000 Belgas, 17.000 Lire und 703.000 Reichsmark. Trotz des Verlustes ihrer internationalen Bedeutung blieb die CA-BV auf dem Heimatmarkt mit 57 % Anteil aller von österreichischem Banken gewährten Kredite das mit Abstand bedeutendste Institut und überlebte als einzige österreichische Großbank die Weltwirtschaftskrise.
Besonder-heiten:Neben der Österreichischen Nationalbank fungierte für diese Tranche Morgan, Grenfell & Co. in London als Zahlstelle. Druck der Österreichischen Staatsdruckerei, schöner Unterdruck mit großem Doppeladler.
Verfügbar:Doppelblatt, mit Kupons. (R 2)
Erhaltung:EF
Zuschlag:offen
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Alle Wertpapiere stammen aus unserer Bilddatenbank. Es kann deshalb vorkommen, dass bei Abbildungen auf Archivmaterial zurückgegriffen wird. Die Stückenummer des abgebildeten Wertpapiers kann also von der Nummer des zu versteigernden Wertpapiers abweichen.

 

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