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Losnr.:657 (Deutschland)
Titel:Triumph Werke Nürnberg AG
Auflistung:Aktie 1.000 RM März 1942 (Auflage 1500, R 2).
Ausruf:30,00 EUR
Ausgabe-
datum:
01.03.1942
Ausgabe-
ort:
Nürnberg
Abbildung:Triumph Werke Nürnberg AG
Stücknr.:9154
Info:Gründung 1896 durch die englische "Triumph Cycle Company" in Coventry. Zunächst Herstellung von Fahrrädern, ab 1903 auch von Motorrädern (Zweiradfertigung bis 1957!) Mit der Aufnahme der Schreibmaschinen-Produktion 1909 wird der Grundstein für den später jahrzehntelang bedeutenden Büromaschinen-Hersteller Triumph-Adler gelegt. 1913 werden die Bindungen zur englischen Mutterfirma gelöst. 1928/30 Aufnahme der Produktion von Buchungsmaschinen. Ab 1954/55 Produktion des Contessa-Motorrollers und des Fips-Mopeds, wodurch Verkaufsrückgänge bei Fahrrädern und Motorrädern aufgefangen werden können. 1957 verkauft die Dresdner Bank die Aktienmehrheit an Max Grundig, im gleichen Jahr Einstellung der Zweiradproduktion. Für die weiter auf vollen Touren laufende Produktion von Schreib- und Buchungsmaschinen werden Zweigwerke in Furtmühle (1959), Nürnberg (1963) und Steinach (1964) errichtet. 1968 veräußert Grundig seine Anteile an den US-Konzern Litton Industries, 1979 übernimmt die Volkswagenwerk AG die Aktienmehrheit. Bald darauf Umfirmierung in TA TRIUMPH-ADLER AG, die Produktion der traditionsreichen, schon 1880 gegründeten Adlerwerke vorm. Heinrich Kleyer AG in Frankfurt/M. (an der Triumph schon lange die Aktienmehrheit hielt) wird integriert. Erweiterung des Produktionsprogramms um elektronische Baugruppen sowie Büro-, Text- und Personal Computer. Für VW erweist sich das Engagement als Desaster, die Verluste bei TA steigen dramatisch: 1986 ist man froh, TA an den italienischen Erzkonkurrenten Ing. C. Olivetti & C. SpA abgeben zu können, der aber mit der Beteiligung ebensowenig glücklich wird. Nach Abgabe der Aktien an branchenfremde Investoren wurde die bis heute börsennotierte TA mit rd. 4.500 Mitarbeitern Deutschlands führender Anbieter von Druck-, Kopier- und Präsentationstechnik. Zweites Standbein war eine Zeit lang das Geschäftsfeld Spiel + Freizeit (u.a. am Puppenhersteller Zapf Creation AG beteiligt). Nach Fokussierung auf das Kerngeschäft ist heute der japanische Druckerhersteller Kyocera Großaktionär. Eine der bemerkenswertesten Geschichten über Aufstieg und zwischenzeitlichen Niedergang eines der einst glanzvollsten deutschen Industrieunternehmen.
Besonder-heiten:Lochentwertet (RB).
Verfügbar:R 2
Erhaltung:EF
Zuschlag:offen
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